2011 - ASG in Paris

Allez-y, on y va! (Schüleraustausch Paris vom 24.5. – 1.6.2011)

Wir freuen uns sehr, dass wir nun mit zwei Schulen in Paris kooperieren: das Collège Jules Romains und dessen Nachbarschule, das Collège-Lycée Victor Duruy. Aus diesem Grund konnten in diesem Jahr 60 Schülerinnen und Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums am Austausch teilnehmen.
Acht Tage in einem fremden Land mit einer fremden Sprache, in einer fremden Familie mit unbekannten Ess- und Lebensgewohnheiten sind sicher eine große Herausforderung, aber zugleich eine sehr wertvolle Erfahrung! Diese lässt sich kaum fotografisch festhalten. Trotzdem sind viele schöne Bilder entstanden: Paris culturelle, Paris touristique, Paris sportive – voilà quelques impressions de ce beau voyage.
Hier zwei Fotogalerien von Frau Becker und Frau Fischer.

Fotos: Be


Fotos: Fi


Austausch mit Paris aus Sicht einer Schülerin

Wir waren eine Gruppe von ca. 50 (!) Schülerinnen und Schülern aus den 8. Klassen des ASG und warteten gespannt auf unsere corres, die Austauschpartner. Dieses Jahr fand der Paris-Austausch mit zwei Schulen statt. Beide Schulen liegen sehr zentral in Paris: Jules Romains und Victor Duruy (7. Arrondissement).

Schon einige Monate zuvor waren wir mit unseren Austauschpartnern in Kontakt getreten und konnten es kaum erwarten, sie hier in Hamburg begrüßen zu dürfen.
Es kam der 30.März. Den ganzen Monat habe ich mich auf diesen Tag und damit den Beginn unseres Austausches gefreut!
Plötzlich sahen wir alle unsere corres durch die Arrivaltür am Hamburger Flughafen treten. Es war ein besonderer Moment. Schnell fanden wir unsere corres in der Menge, die sich im Ankunftsbereich gebildet hatte. Meine Austauschpartnerin heißt Marguerite. Es war ein schönes Gefühl, sie hier in Hamburg willkommen zu heißen, zumal sie zuvor noch nie in Hamburg gewesen war.

Der erste Abend war sehr lustig. Sie erzählte uns über Paris. Wir lachten viel. Wir wussten, es würde eine aufregende und schöne gemeinsame Zeit vor uns liegen.

Die Franzosen haben viel in Hamburg unternommen und auch mal den Unterricht besucht. Am Montag sind wir alle zusammen nach Lübeck gefahren. Die Zeit in Hamburg verging wie im Flug. Der Tag des Abschieds rückte immer näher. Dann war es so weit, unsere corres mussten zurück nach Paris. Doch es war klar, von diesem Tag an konnte keiner mehr unseren Gegenbesuch in Paris abwarten.

Schnell wurde es Mai und die Spannung für uns Hamburger stieg. Wie sieht die restliche Gastfamilie aus? Wie ist das französische Essen? Worin liegen die Unterschiede zwischen einer deutschen und einer französischen Schule? Das waren einige der Fragen, die wir uns im Flugzeug nach Paris stellten.

Als wir in Paris ankamen, spürten wir sofort das Pariser Flair. Wir fuhren mit der RER vom Flughafen Charles-de-Gaulle in die Innenstadt und ein Stück mit der berühmten Métro zur Schule unserer Austauschpartner. An diesem Abend war es unglaublich warm in Paris. Schnell haben wir uns wieder gefunden und wurden stürmisch mit „bises“ begrüßt.

Marguerite erzählte mir, dass sie einen Schulweg von nur 5 Minuten hätte. Ich war echt beeindruckt. Alle Austauschpartner wohnten direkt im Zentrum von Paris. Von Marguerites Wohnung hatte man einen perfekten Blick zum Eiffelturm.

Am nächsten Tag durften wir alle zum ersten Mal einen französischen Schultag miterleben. Wir hatten Fächer wie Mathematik, Geschichte und Chemie. Es war spannend, die Fachbegriffe auf Französisch zu hören und oft sogar zu verstehen.

In der darauf folgenden Woche haben wir in unserer Gruppe extrem viel gesehen und erlebt. Wir waren im berühmten Musée d´Orsay und im Louvre, sind mit einem Boot über die Seine gefahren und haben uns dabei Paris aus dieser völlig anderen Perspektive gesehen, sind auf den Champs-Elysées entlang gebummelt und haben Sacré-CœurCœur besichtigt. Weite Fußmärsche und einige Strecken mit der Métro zu fahren sind unvermeidlich, aber es macht Spaß, Paris auf diese Weise zu erkunden.

Zusätzlich bin ich wie viele andere auch mit meiner Gastfamilie auf den Eiffelturm gestiegen, habe Notre Dame gesehen und eine Messe in der „Madeleine“ besucht. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch mit Marguerite im berühmten Schloss zu Versailles.

Es ist unglaublich, wie viel wir erlebt haben und welchen Spaß der Austausch gemacht hat. Alle diese Erlebnisse, Eindrücke und Erfahrungen sind mir sehr ans Herz gewachsen. Der Abschied war schwer für alle. Viele sind Freunde fürs Leben geworden.
In den Herbstferien habe ich Marguerite für einen Tag in Paris besucht. Ich wurde von der Familie wieder super freundlich aufgenommen. Es ist toll, wie eine Freundschaft über solch eine weite Distanz bestehen bleiben kann.
Ganz liebe Grüße an unsere Austauschpartner in Paris!

Daniela Machnik, Jahrgang 9, Dezember 2011