2013 - ASG in Paris

Bericht Französisch-Austausch 2013

Als ich an diesem frischen Montag Morgen das Terminal 1 des Flughafen Hamburg Fuhlsbüttel betrat, war es trotz der unmenschlichen Uhrzeit von 5:30 nicht gerade leise. Kein Wunder, denn vor mir stand eine Traube von aufgeregten 8 Klässlern allesamt dick bepackt mit Rucksack und Koffer, bereit für die Abreise nach Paris. Und ich würde mich ihnen nun anschließen. Eigentlich gar nicht so schlecht. Auch wenn ich mir im Minuten Takt von meinem Vater anhören musste, wie neidisch er doch war und wie gerne er doch mitkommen würde. Kaum hatte ich mich nun von ihm verabschiedet ging alles sehr schnell. Die Boarding-Pässe wurden ausgeteilt, das Gepäck abgegeben, zum Gate gehetzt und ins Flugzeug gestiegen. Und nach gefühlten 3 Sekunden waren wir nun in Frankreichs riesiger Metropole. Und die folgenden 9 Tage vergingen mindestens genau so schnell.
Am ersten Tag ging es, noch bevor wir unsere Austauschschüler sahen, bei 25 °C, in den Louvre zur Besichtigung seiner berühmtesten Skulpturen und Gemälde. Wir waren alle noch sehr erschöpft vom Flug und einer langen Busfahrt, so waren wir froh, dass wir uns nun nicht jedem Kunstwerk widmen mussten.

Die Schule. Eigentlich eine Sehenswürdigkeit für sich, groß wie ein Palast mit einem wunderschönen Schulhof, mit gefließten Fluren, etc., und einer traumhaft schönen Lage, mitten im Zentrum von Paris. Einziger Makel; die Kantine. Aber welche Schule, außer dem ASG, hat bitte eine gute Kantine?

Als wir nun am Nachmittag zum ersten mal auf unsere Correspondants trafen, waren doch alle zunächst sehr zurückhaltend und es wurde nicht viel gesprochen, aber das sollte sich ja noch ändern.
Am Dienstag machten wir eine Paris Open Tour (Stadtrundfahrt), guckten uns Notre Dame an, den Triumphbogen, nahmen für 3 Unterrichtsstunden am Unterricht der Franzosen teil und spielten am Nachmittag wahlweise Tischtennis, Badminton oder Fußball mit ihnen.
Am Mittwoch , der heißeste Tag der Woche (ca. 27°C), gingen wir mit den Französischen-Austauschschülern in eine Bowlinghalle und machten anschließend ein Picknick im Parc Andrè-Citroen und stiegen zum Abschluss des Tages auf den Eiffel Turm.
Donnerstag, machten wir eine Rallye durch das Stadtviertel Montmartre, besichtigten bei dieser Gelegenheit auch Sacre-Coeur und fuhren mit einem Bateau-Mouche.
Am Freitag war das Programm für viele nicht ganz so spannend. Wir besichtigten das Musée de l’immigration und im Anschluss das tropische Aquarium, nicht jedermanns Sache.

Die Nachmittage und das Wochende konnte man mit seiner Gastfamilie beliebig gestalten, und da Paris zu den größten Städten der Welt zählt, wurde auch niemanden langweilig. Viele besuchten Versailles, das Musée d’Orsay, Père-Lachaise, fuhren in die Umgebung von Paris oder entspannten sich von dem umfangreichen Programm. Auch bot das Wochenende Gelegenheit an seinem ,,Carnet de Voyage“ weiter zu arbeiten; ein Heft mit verschiedenen Aufgaben zu den Sehenswürdigkeiten, Fragen zur Gastfamilie und Kreativaufgaben, wie z.B. das Verfassen eines Gedichtes, natürlich alles auf Französisch. Am folgenden Montag besichtigten wir in kleinen Gruppen das Quartier Latin, besuchten La Grande Galerie de l’Évolution und hatten ein wenig Zeit uns eigenständig im 7 Arrondissement umzusehen.
Und schon war der Tag der Abreise gekommen, wie gesagt, gefühlt waren es nur 3 Sekunden. Da wir aber erst am Nachmittag flogen, blieb noch genug Zeit um noch einmal in das Viertel Montparnasse zu fahren und evtl. die letzten Einkäufe zu erledigen.
Was für eine Reise! Innerhalb von 9 Tagen haben wir so viel erlebt, gesehen und kennengelernt. Wir haben viel Spaß gemeinsam gehabt und konnten alles einmal anwenden, was wir bisher im Französisch-Unterricht gelernt hatten. Auch wurde aus dem anfänglich zurückhaltenden Verhältnis zwischen den Austauschschülern und uns teilweise echte Freundschaften. Wir haben Paris in unser Herz geschlossen, und freuen uns nun darauf, wenn wir den Franzosen Hamburg zeigen können.