Darmmodell 2011
Life Science Profil: Exkursion ins Darmmodell
Am 29. Oktober 2011 nahm das Life Science Profil an der Nacht des Wissens teil.
Die Nacht des Wissens ist ein Abend, an dem an vielen Orten und Institutionen in Hamburg wissenschaftliche Ausstellungen zu finden sind und die Türen geöffnet werden um einen Blick in die Wissenschaft zu werfen.
Das Profil beschränkte sich bei der großen Auswahl an möglichen Besuchszielen auf das Gelände des Universitätsklinikum Eppendorf.
Zuerst besuchten wir eine Ausstellung in der Pathologie, bei der der Waschraum zum Tatort hergerichtet wurde. Unglaublich realitätsgetreu wurde eine Szene dargestellt, in der eine ältere Dame von hinten erschlagen wurde.
Im Raum nebenan lagen auf den Marmortischen, wo sonst die Leichen präpariert werden, Plexiglas Platten aus, auf denen jeweils eine Todesursache beschrieben und illustriert wurde. Die Todesursachen reichten von Erhängen über Verbrennen bis hin zu Ertrinken.
Anschließend besuchten einige Schüler eine Informationsveranstaltung für Medizin- und Zahnmedizinstudium. Alle anderen machten sich auf zum Highlight des Abends: das größte begehbare Darmmodell Europas.
Auf einer Rasenfläche war ein aufgepumptes Modell eines Darmabschnittes aufgebaut, vor dem sich eine lange Schlange von Besuchern befand.
Nachdem man durch den Eingang gegangen war, betrachtete man ein Modell des Inneren eines gesunden Darmes.
Doch je weiter man hinein ging, desto mehr Darmerkrankungen könnte man beobachten. Es war der Werdegang des typischen Darmkrebses dargestellt, sowie noch zwei weitere ernstzunehmende Darmerkrankungen.
Am Ausgang konnte man noch ein paar Fragen beantworten, Krebserkrankungen in der näheren Verwandtschaft u.Ä. betreffend – das Resultat zeigte einem die persönliche Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken (natürlich ohne Gewähr).
Zu guter letzt besuchte das gesamte Profil eine künstlerische Präsentation mit dem Namen „Die Kunst der Stammzellenforschung“.
Bei dieser Präsentation wurden Bilder von Zellhaufen gezeigt, die mit einer neuen Methode je nach Zellart gefärbt wurden und nun verschiedene Stillleben und Lebewesen darstellten. Darunter waren beispielsweise Kolibri, Blumenbeet etc. Die Färbung konnte man unter fluoreszierendem Licht sehen.
Diese Präsentation sollte den Besuchern die Möglichkeiten, die mit Stammzellforschung eröffnet werden, näher bringen.
Alles in allem war es für jeden aus dem Profil ein interessanter und lehrreicher Abend und wir planen ähnliche Gelegenheiten öfter wahrzunehmen.
Bericht von Viviana Gosch