Urologenkongress
Urologe für einen Tag
Das Life Science Profil besuchte am 16. September 2011 mit Herrn Doktor Greite den Urologenkongress im CCH. Gleich nachdem wir am Anfang unsere Namensschilder und Teilnahmeurkunden erhalten hatten, wurden wir freundlich von einer Urologin begrüßt, die sogleich einen Vortrag über die Lage der Nieren und die verschiedenen Krankheitstypen der Medizin hielt.
Sie war offensichtlich sehr überrascht wie gut informiert wir schon waren, nachdem sie einige Fragen an das Publikum, das aus ca. vier Schulklassen bestand, gestellt hatte
Darauf folgend hielt ein weiterer Urologe einen Vortrag über die genaue Anatomie des Unterleibes, klärte uns auf, was es denn nun genau mit der ominösen Prostata auf sich hatte und welche genauen Krankheiten von einem Urologen behandelt werden.
Nach diesen beiden Vorträgen wurde das Publikum in zwei Gruppen geteilt: die eine Gruppe durfte sich an den verschiedenen Endoskopie- und Ultraschallstationen versuchen, während in der anderen Gruppe jeder einzelne mit Unterstützung einiger Medizinstudenten versuchte, die chirurgischen Knoten zu lernen.
Nachdem jeder etwas geübt darin war, chirurgisch korrekt zu knoten, bekamen wir alle eine Banane, ein Skalpell, eine Klemme, OP-Handschuhe und OP-Faden mit einer Nadel daran. Diese Banane schnitt dann jeder mit Hilfe des Skalpells der Länge nach auf, versuchte sie danach mit der an der Klemme befestigten Nadel wieder zu zu nähen und die zuvor gelernten Knoten anzuwenden. Dies war gar nicht so leicht besonders mit OP-Handschuhen, mit denen man weitaus weniger Fingerspitzengefühl hat als gedacht.
Nach einiger Zeit wechselten die beiden Gruppen sich ab. An den Stationen konnte man unter Anleitung einiger Urologen entweder mit Endoskopen arbeiten oder mit einem Ultraschallgerät. Mit den Endoskopen konnte man z.B. Gummibärchen von einem Ort zum anderen transportieren, die süßen Patienten zunähen oder aus einer Paprika entfernen. Dies alles machte man mit einem Greifer und einem Endoskop – was man da tat, sah man nur auf einem Bildschirm, was das gesamte Vorhaben ziemlich erschwerte.
Währenddessen standen die Urologen für Fragen zur Verfügung und einige aus unserem Profil stellten eine Frage, die sogar die Experten nicht beantworten konnten.
Am Ende wurde noch ein Vortrag über die Geschichte der Urologie gehalten, der über der Urzeit bis heute informierte. Dieser Vortrag war für einige sehr interessant, für andere verfehlte es eher das Ziel der Veranstaltung.
Insgesamt war der Kongress für alle aus dem Profil sehr interessant und bekam gute Rückmeldungen – dabei wurden die Vorträge aber als etwas überflüssig bewertet, was aber wahrscheinlich daran lag, dass wir uns bereits vorher ausführlich mit dem Thema “Niere” beschäftigt hatten; doch den praktischen Teil fanden alle sehr gut.
Doch trotz dieses praktischen Teils und der guten Information hat die Veranstaltung niemanden aus dem Profil dazu bewegt, Urologe als Traumberuf auszuwählen.
Viviana Gosch