Auslandskontakte

Auslandskontakte des Albert-Schweitzer-Gymnasiums

Das ASG möchte möglichst vielen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten, während ihres Schullebens an mindestens einem Austausch mit einer unserer Partnerschulen teilzunehmen.

Wir bieten für unterschiedliche Klassenstufen Austausche ins
englisch-, französisch- und spanischsprachige Ausland.

Laden Sie diesen Statusbericht Austausche herunter (PDF), wenn Sie einen vollständigen Überblick über unsere Programme erhalten wollen. Genannt sind auch Anmeldetermine, Kosten usw.

Fachbereich Französisch: Fotos vom Austausch mit Paris
Fachbereich Musik: Fotos von der Kooperation mit Stockholm

Einige unserer Schülerinnen und Schüler aus der Oberstufe bzw. den 10. Klassen zieht es auch im Rahmen eines individuellen Auslandsaufenthaltes für ein halbes oder ganzes Schuljahr nach Australien, Neuseeland, Kanada, Chile, in die USA oder nach Frankreich.

Lesen Sie im Folgenden Informationen und Berichte über unsere Austauschprogramme!

Wer mehr über unsere Austausche erfahren möchte, kann sich gerne an mich oder die im o.g. Statusbericht aufgeführten Kolleginnen und Kollegen wenden.

Julia Fischer, Januar 2012


Austausch mit Kungsholmens Gymnasium Stockholm/Schweden

Mit dem Kungsholmens Gymnasium (Stockholm) pflegen wir nicht nur seit vielen Jahren eine musikalische Partnerschaft (s. Link zum „Musikprojekt Stockholm“ unter Fachbereiche/Musik/Musiprojekt Stockholm), sondern auch einen Englisch-Sprachaustausch mit dem internationalen Zweig des schwedischen Gymnasiums.
An diesem Austausch nehmen Schüler des 11. Jahrgangs teil.


Austausch mit zwei Collèges in Paris

(Bericht einer Schülerin vom Austausch 2011 unten auf dieser Seite)

Seit dem Schuljahr 2007/08 pflegt das ASG einen Sprachaustausch mit dem Collège Jules Romains im angesagten 7. arrondissement der französischen Metropole. Das Collège liegt zentral in der Nähe des Eiffelturms, den man vom Schulhof und einigen Klassenräumen aus sieht, in einer sehr schönen verkehrsberuhigten Einkaufsstraße mit netten Cafés.

Das Collège beschult mit rund 50 Lehrern etwa 650 Schüler. Die Schule legt sehr großen Wert auf die Vermittlung von Sprachen und führt daher so genannte „europäische Klassen“ (classes européennes), in denen verstärkt Englisch bzw. Deutsch unterrichtet wird.
Das Collège pflegt Austausche mit Kanada und den USA und bietet als zweite Fremdsprachen Deutsch, Englisch, Spanisch und Italienisch an. Die meisten Kinder wählen ab der 7. Klasse Latein, einige ab der 9. Klasse auch Altgriechisch.

Seit 2006 gibt es eine von der Kultusministerkonferenz in Frankreich durchgeführte Deutschprüfung, an der im Jahr 2006 25 Schulen in Paris teilgenommen haben. Das Collège Jules Romains hat dabei den 1. Platz erzielt!
Viele Schüler gehen im Anschluss an das Collège auf das Lycée Victor Duruy oder das Lycée Henri IV. Diese beiden Schulen gehören zu den besten Gymnasien von ganz Paris.

Informationen zur Schule finden Sie auf der Seite http://clg-jules-romains.scola.ac-paris.fr/

Zu unserer großen Freude konnten wir 2010 eine neue Partnerschule in Paris gewinnen: das bereits oben erwähnte Collège et Lycée Victor Duruy. Ebenfalls im 7. arrondissement gelegen, ist es nur einen Katzensprung vom Collège Jules Romains entfernt – direkt neben den Invalides mit einem eigenen, riesigen und sehr gut gepflegten Schulpark.
Das ehemalige Mädchengymnasium blickt auf eine fast 200jährige Schulgeschichte zurück und beschult mittlerweile 1950 Schüler von den 6. Klassen bis zu den so genannten classes préparatoires.
Auch das Collège et Lycée Victor Duruy legt besonderen Wert auf die Vermittlung von Fremdsprachen: Als erste Fremdsprache lernen die Schüler Englisch oder Deutsch und können als zweite Fremdsprache, neben den alten Sprachen und abgesehen von den „gängigen“ Fremdsprachen Spanisch und Italienisch noch Chinesich und Russisch wählen.

Informationen zum Collège et Lycée Victor Duruy finden Sie auf der Seite http://lyc-victor-duruy.scola.ac-paris.fr/ACCUEIL/presentation.htm

Wir freuen uns, dass wir somit jährlich 50 bis 60 Schülerinnen und Schülern der 8. Klassen den Austausch anbieten können.
Für interessierte 10.Klässler versuchen die französischen Kolleginnen und ich individuell Austauschpartner für einen privaten Austausch zu finden.

Sämtliche Informationen erhalten die Schüler rechtzeitig über ihre Französischlehrerinnen oder mich.

Julia Fischer, Februar 2012


Austausch mit Spanien

Informationen zum „IES Algarb“ auf Ibiza (Balearen):

Das IES Algarb liegt auf Ibiza, drei Kilometer von der Inselhauptstadt Ciutat d’Eivissa entfernt.
Es ist eines der acht öffentlichen Schulen, die es auf der Insel gibt.
Auf dem IES Algarb werden ca. 800 Schüler von der 7. bis zur 12. Klasse unterrichtet, die als zweite Fremdsprache entweder Deutsch oder Französisch wählen.

Wir freuen uns sehr, dass wir das IES Algarb für einen Austausch mit den 9. Klassen gewinnen konnten. Etwa 15 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen nehmen jährlich an diesem Austausch teil.

Informationen erhalten die SchülerInnen über Frau Dahlbender.

Weitere Informationen über die Austauschschule (auf Katalanisch!) können Sie der Seite www.iesalgarb.es entnehmen.

Februar 2012


Austausch mit den USA

Wir hoffen auf die Wiederaufnahme eines Austausches mit den USA im Schuljahr 2012/2013.

Februar 2012


Das Colegio Alemán de Guatemala

Das 1901 gegründete Colegio Alemán de Guatemala ist eine von 121 Deutschen Schulen im Ausland und besitzt den Status einer Begegnungsschule mit bikulturellem Schulziel, d.h. sie führt neben dem landeseigenen Bachillerato auch zum deutschen Abitur. Bei der Feier ihrer 100-jährigen Gründung im Jahr 2001 erhielt die Schule wegen ihrer herausragenden erzieherischen Arbeit von der guatemaltekischen Regierung die Auszeichnung des “Orden del Quetzal en grado de Gran Cruz”.
Ca. 900 Schüler werden auf dem Colegio Alemán unterrichtet, wobei 95% der Schülerinnen und Schüler aus guatemaltekischen Familien stammen, also zuhause kein Deutsch sprechen.
Das Colegio Alemán de Guatemala führt seit elf Jahren einen jährlich stattfindenden Austausch mit mehreren Schulen in Deutschland durch (u.a. mit Berlin, Düsseldorf, Mainz, Karlsruhe), wobei jeweils nicht mehr als drei Schüler an einer Schule „unterkommen“. Es handelt sich um eine Gruppe von 18-24 Schülern der 10. Klassen (manchmal auch der 9. und 11. Klassen). Seit dem Schuljahr 2011/2012 partizipieren auch Schülerinnen und Schüler des ASG an diesem Austausch.
Dieser eher individuelle Austausch dauert jeweils etwa zweieinhalb Monate: Besuch der Guatemalteken in Deutschland von Mitte Oktober bis Anfang Januar; Gegenbesuch in den Sommermonaten.


Austausch mit Indien

Seit Herbst 2011 stehen wir in Kontakt mit einem Junior College in Pune (Indien), das sich – als Startschuss für einen längerfristigen Austausch – gemeinsam mit uns um ein Stipendium der BOSCH-Stiftung bewerben möchte:
Der Austausch ist geplant für Schüler im Alter von 14-17 Jahren, die sich zunächst per Internet über naturwissenschaftliche oder soziale/globale Themen mit ihren Austauschpartnern in Indien austauschen, bevor sie sich dann gegenseitig besuchen. Die Arbeit an dem gemeinsamen Projekt in englischer Sprache wird insgesamt ein Schuljahr dauern.

Das Projekt startet voraussichtlich im Schuljahr 2012/13. Informationen zu diesem Projekt erhalten die Schüler über Frau Gadow-Hahne.


Links & Buchtipps zu den Themen Austausch / Auslandsaufenthalt

Links zu den Partnerschulen des Albert-Schweitzer-Gymnasiums:

Frankreich: Collège Jules Romains, Paris

Frankreich: Collège et Lycée Victor Duruy, Paris

Schweden: Kungsholmens Gymnasium, Stockholm

Spanien: IES Algarb, Ibiza, Balearen

Großbritannien: Kingston Grammar School

Guatemala: Colegio Alemán de Guatemala

Links zu außerschulischen Austauschprogrammen / Organisationen:

Mit folgenden Organisationen haben (ehemalige) SchülerInnen des ASG gute Erfahrungen gemacht:

„GIVE – Gesellschaft für internationale Verständigung mbH“: High School Aufenthalte in den USA, Kanada, Australien, Neuseeland und Brasilien Kontakt

EC.SE educational consulting student exchange – Highschoolberater für USA, Kanada, Australien, Neuseeland Kontakt

„Töchter und Söhne“: Internate in der Schweiz, den USA, Kanada, Australien und Neuseeland Kontakt

„ICX“ (International Cultural Exchange-Deutschland, Gesellschaft für internationalen Kulturaustausch e. V. – Schüleraustausch seit 1974) Kontakt

„Parlamentarisches Patenschafts-Programm (PPP)“: Deutsch-Amerikanischer Jugendaustausch des Deutschen Bundestages und des Kongresses der USA Kontakt

„Hausch und Partner“: High School Programme Australien, Neuseeland Kontakt

„Projects abroad“: Freiwilligendienst und Auslandspraktika in den USA, in Asien, Osteuropa, Lateinamerika und der Karibik Kontakt

„Brigitte-Sauzay-Programm“ – individueller Austausch mit Frankreich von der Schulbehörde organisiert (3 Monate, Klasse 8–10) Kontakt

„Voltaire“-Programm – individueller Austausch mit Frankreich von der Schulbehörde organisiert (6 Monate, Klasse 9/10) Kontakt

„Roudel“ (Relais d’ouverture et d’Échanges Culturels et Linguistiques) – Internationale Jugendbegegnung Südfrankreich Kontakt

Buchtipps zum Thema Auslandsaufenthalt:

Folgende Bücher habe ich zwar nicht gelesen, sie haben aber gute Kritiken im Internet und hinterlassen einen informativen Eindruck.

Es handelt sich jeweils um Bücher mit Hilfestellungen und Informationen zur Bewerbung für und optimalen Vorbereitung eines Auslandsaufenthaltes sowie praktischen Tipps für den Alltag im jeweiligen Land, Checklisten etc. (für Schüler, Eltern und Lehrer)

  • Christian Gundlach, Sylvia Schill, Ein Schuljahr in den USA und weltweit. Austausch-Organisationen auf dem Prüfstand. Infos zu über 70 Anbietern, Vorwort v. Rita Süssmuth, Recherchen-Verlag 2009, ca. 16,90 €
  • Anke-Petra Peters, Highschool USA & Kanada, Interconnections 2010, ca. 15,90 €
  • Alexandra Albert, Ein Schuljahr in Neuseeland, Mana-Verlag 2008, ca. 14,80 €
  • Horst Giesler, Ein Schuljahr in Australien, Mana-Verlag 2009, ca. 14,80 €
  • Abenteuer High School. Der Ratgeber für ein High-School-Jahr weltweit. Erfahrungsberichte, Informationen, Kosten, Anbieter im Vergleich, Mana-Verlag 2009, ca. 14,80 €

Julia Fischer, Oktober 2010


Austausch mit Paris 2011

Wir waren eine Gruppe von ca. 50 (!) Schülerinnen und Schülern aus den 8. Klassen des ASG und warteten gespannt auf unsere Corres, die Austauschpartner . Dieses Jahr fand der Paris-Austausch mit zwei Schulen statt. Beide Schulen liegen sehr zentral in Paris: Jules Romain und Victor Duruy (7. Arrondissement).

Schon einige Monate zuvor waren wir mit unseren Austauschpartnern in Kontakt getreten und konnten es kaum erwarten, sie hier in Hamburg begrüßen zu dürfen.
Es kam der 30.März. Den ganzen Monat habe ich mich auf diesen Tag und damit den Beginn unseres Austausches gefreut!
Plötzlich sahen wir alle unsere Corres durch die Arrivaltür am Hamburger Flughafen treten. Es war ein besonderer Moment. Schnell fanden wir unsere Corres in der Menge, die sich im Ankunftsbereich gebildet hatte. Meine Austauschpartnerin heißt Marguerite. Es war ein schönes Gefühl, sie hier in Hamburg willkommen zu heißen, zumal sie zuvor noch nie in Hamburg gewesen war.

Der erste Abend war sehr lustig. Sie erzählte uns über Paris. Wir lachten viel. Wir wussten, es würde eine aufregende und schöne gemeinsame Zeit vor uns liegen.

Die Franzosen haben viel in Hamburg unternommen und auch mal den Unterricht besucht. Am Montag sind wir alle zusammen nach Lübeck gefahren. Die Zeit in Hamburg verging wie im Flug. Der Tag des Abschieds rückte immer näher. Dann war es so weit, unsere Corres mussten zurück nach Paris. Doch es war klar, von diesem Tag an konnte keiner mehr unseren Gegenbesuch in Paris abwarten.

Schnell wurde es Mai und die Spannung für uns Hamburger stieg. Wie sieht die restliche Gastfamilie aus? Wie ist das französische Essen ? Worin liegen die Unterschiede zwischen einer deutschen und einer französischen Schule ? Das waren einige der Fragen, die wir uns im Flugzeug nach Paris stellten.

Als wir in Paris ankamen, spürten wir sofort das Pariser Flair. Wir fuhren mit der RER vom Flughafen Charles-de-Gaulle in die Innenstadt und ein Stück mit der berühmten Métro zur Schule unserer Corres. An diesem Abend war es unglaublich warm in Paris. Schnell haben wir uns wiedergefunden und wurden stürmisch mit „bises“ begrüßt.

Marguerite erzählte mir, dass sie einen Schulweg von nur 5 Minuten hätte. Ich war echt beeindruckt. Alle Austauschpartner wohnten direkt im Zentrum von Paris . Von Marguerites Wohnung hatte man einen perfekten Blick zum Eiffelturm.

Am nächsten Tag durften wir alle zum ersten Mal einen französischen Schultag miterleben. Wir hatten Fächer wie Mathematik, Geschichte und Chemie. Es war spannend, die Fachbegriffe auf Französisch zu hören und oft sogar zu verstehen.

In der nächsten Woche haben wir in unserer Gruppe extrem viel gesehen und erlebt. Wir waren im berühmten Musée d´Orsay und im Louvre, sind mit einem Boot über die Seine gefahren und haben uns dabei Paris aus dieser völlig anderen Perspektive gesehen, sind auf den Champs-Elysée entlang gebummelt und haben die Sacre-Coeur besichtigt. Weite Fußmärsche und einige Strecken mit der Métro zu fahren sind unvermeidlich, aber es macht Spaß, Paris auf diese Weise zu erkunden.

Zusätzlich bin ich wie viele andere auch mit meiner Gastfamilie auf den Eiffelturm gestiegen, habe die Notre Dame gesehen, eine Messe in der „Madeleine“ besucht. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch mit Marguerite im berühmten Schloss zu Versailles.

Es ist unglaublich, wie viel wir erlebt haben und welchen Spaß der Austausch gemacht hat. Alle diese Erlebnisse, Eindrücke und Erfahrungen sind mir sehr ans Herz gewachsen. Der Abschied war schwer für alle. Viele sind Freunde fürs Leben geworden.
In den Herbstferien habe ich Marguerite für einen Tag in Paris besucht. Ich wurde von der Familie wieder super freundlich aufgenommen. Es ist toll, wie eine Freundschaft über solch eine weite Distanz bestehen bleiben kann.
Ganz liebe Grüße an unsere Austauschpartner in Paris!

Daniela Machnik, Jahrgang 9, Dezember 2011

Bericht über den Austausch mit Stockholm (18.-24. Oktober 2010)

Montagmorgen, späte Morgenstunden … im Bett verbringen … So fängt eine tolle Woche an!!! Um 11:30 Uhr trafen wir uns am Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel, nach einigen kleinen Pausen hoben wir um 13:30 Uhr ab. Nach 90 Minuten Flug und 45 Minuten Busfahrt erreichten wir das Stockholmer City Terminalen, wo unsere Gastfamilien bereits auf uns warteten. Einige kannten sich schon, aber die meisten standen mit fragenden Gesichtern da, zu wem sie denn hingehen sollten. Nachdem Frau Millan und Frau Tarandi, die schwedische Organisatorin und Deutschlehrerin, die Namen aufgerufen hatten, war das schnell geregelt und wir fuhren mit unseren Gastfamilien zu unserem neuen Heim für die nächste Woche.

Am Dienstag erwartete uns erstmal eine englischsprachige Begrüßung durch Mr Powers, den Schulleiter der „International Section“, und eine 80 Minuten dauernde Diskussion über Integration von Einwanderern und die Landessprache Schwedisch bzw. Deutsch in Bezug auf die Weltsprache Englisch. Sein Anliegen war „to break the ice and get us to speak english“. Danach mussten einige von uns eine Mathearbeit schreiben, die anderen besuchten Unterrichtsstunden. Nach dem Mittagessen trafen wir uns zu einer Stadtwanderung. Was sich zuerst vielleicht langweilig anhörte, vor allem da es auch noch regnete, hat aber doch viel Spaß gemacht, da wir in kleineren Gruppen – ungefähr je drei Schweden und zwei Deutsche – alleine losgezogen sind, sodass wir selbst entscheiden konnten, was wir sehen wollten. Viele sind in die Altstadt von Stockholm gegangen, wo wir zum Beispiel den königlichen Palast und die deutsche Kirche besichtigen konnten. Den Rest des Tages hatten wir frei, haben uns mit Freunden getroffen, für Arbeiten gelernt oder Filme geguckt, natürlich auf Englisch mit schwedischen Untertiteln. Am Abend sind einige von uns zum traditionellen Herbstkonzert der Schule in der Berwaldhalle gegangen.

Am Mittwoch haben wir Klausuren geschrieben, den Unterricht besucht und den Abend mit unseren Gastfamilien verbracht. Am Donnerstag lernten wir Schwedisch! Von den Zahlen eins bis zwanzig bis zum Alphabet mit Beispielwörtern und ersten Sätzen. Wir haben auch über schwedische Sitten und die Unterschiede zwischen Schweden und Deutschland gesprochen. Nach dem Mittagessen und einem weiteren Unterrichtsbesuch fuhren wir dann zu einer Führung ins Vasamuseum, wo ein Schiff aus dem 17. Jahrhundert zu besichtigen war, das für einen Krieg gegen Polen gebaut worden war. Da die Schweden aber zuvor solcherart Schiffe noch niemals gebaut hatten, war das Schiff eine Fehlkonstruktion und versank 1628 nach einer 20-minütigen Jungfernfahrt im Stockholmer Hafen …
Am nächsten Tag ging es dann nach Uppsala (sprich „Üppsáalaa“), die viertgrößte Stadt in Schweden und nur eine halbe Zugstunde nördlich von Stockholm gelegen. Einige Schweden, die den Deutschkurs III besuchen, kamen auch mit und beglückten uns mit kleinen Vorträgen auf deutsch über die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Außerdem wurden wir von einer englisch sprechenden Stadtführerin durch das anatomische Theater, durch die größte Kathedrale Schwedens und durch die Universität von Uppsala geführt.

Den Rest des Wochenendes haben wir mit unseren Gastfamilien und Freunden verbracht. Am Samstag gab es eine Party bei einer Gastfamilie, wir verbrachten einen tollen Abend mit vielen Schweden!

Am Sonntag trafen wir uns erst um 16:45 Uhr am City Terminalen, um dann von dort mit dem Bus zum Flughafen Arlanda zu fahren. Schließlich landeten wir um 21:10 Uhr wieder in Hamburg, wo uns freudestrahlende Familien und Freunde schon erwarteten.

Wir haben viele neue Freundschaften geschlossen, eine Menge von Stockholm und Uppsala gesehen und ganz viel Englisch und etwas Schwedisch gelernt. Tack så mycket och vi ses snart – Vielen Dank und bis bald! Wir freuen uns auf den Gegenbesuch!

Malena Tara, S1


Austausch mit Paris 2011

Wir waren eine Gruppe von ca. 50 (!) Schülerinnen und Schülern aus den 8. Klassen des ASG und warteten gespannt auf unsere Corres, die Austauschpartner . Dieses Jahr fand der Paris-Austausch mit zwei Schulen statt. Beide Schulen liegen sehr zentral in Paris: Jules Romain und Victor Duruy (7. Arrondissement).

Schon einige Monate zuvor waren wir mit unseren Austauschpartnern in Kontakt getreten und konnten es kaum erwarten, sie hier in Hamburg begrüßen zu dürfen.
Es kam der 30.März. Den ganzen Monat habe ich mich auf diesen Tag und damit den Beginn unseres Austausches gefreut!
Plötzlich sahen wir alle unsere Corres durch die Arrivaltür am Hamburger Flughafen treten. Es war ein besonderer Moment. Schnell fanden wir unsere Corres in der Menge, die sich im Ankunftsbereich gebildet hatte. Meine Austauschpartnerin heißt Marguerite. Es war ein schönes Gefühl, sie hier in Hamburg willkommen zu heißen, zumal sie zuvor noch nie in Hamburg gewesen war.

Der erste Abend war sehr lustig. Sie erzählte uns über Paris. Wir lachten viel. Wir wussten, es würde eine aufregende und schöne gemeinsame Zeit vor uns liegen.

Die Franzosen haben viel in Hamburg unternommen und auch mal den Unterricht besucht. Am Montag sind wir alle zusammen nach Lübeck gefahren. Die Zeit in Hamburg verging wie im Flug. Der Tag des Abschieds rückte immer näher. Dann war es so weit, unsere Corres mussten zurück nach Paris. Doch es war klar, von diesem Tag an konnte keiner mehr unseren Gegenbesuch in Paris abwarten.

Schnell wurde es Mai und die Spannung für uns Hamburger stieg. Wie sieht die restliche Gastfamilie aus? Wie ist das französische Essen ? Worin liegen die Unterschiede zwischen einer deutschen und einer französischen Schule ? Das waren einige der Fragen, die wir uns im Flugzeug nach Paris stellten.

Als wir in Paris ankamen, spürten wir sofort das Pariser Flair. Wir fuhren mit der RER vom Flughafen Charles-de-Gaulle in die Innenstadt und ein Stück mit der berühmten Métro zur Schule unserer Corres. An diesem Abend war es unglaublich warm in Paris. Schnell haben wir uns wiedergefunden und wurden stürmisch mit „bises“ begrüßt.

Marguerite erzählte mir, dass sie einen Schulweg von nur 5 Minuten hätte. Ich war echt beeindruckt. Alle Austauschpartner wohnten direkt im Zentrum von Paris . Von Marguerites Wohnung hatte man einen perfekten Blick zum Eiffelturm.

Am nächsten Tag durften wir alle zum ersten Mal einen französischen Schultag miterleben. Wir hatten Fächer wie Mathematik, Geschichte und Chemie. Es war spannend, die Fachbegriffe auf Französisch zu hören und oft sogar zu verstehen.

In der nächsten Woche haben wir in unserer Gruppe extrem viel gesehen und erlebt. Wir waren im berühmten Musée d´Orsay und im Louvre, sind mit einem Boot über die Seine gefahren und haben uns dabei Paris aus dieser völlig anderen Perspektive gesehen, sind auf den Champs-Elysée entlang gebummelt und haben die Sacre-Coeur besichtigt. Weite Fußmärsche und einige Strecken mit der Métro zu fahren sind unvermeidlich, aber es macht Spaß, Paris auf diese Weise zu erkunden.

Zusätzlich bin ich wie viele andere auch mit meiner Gastfamilie auf den Eiffelturm gestiegen, habe die Notre Dame gesehen, eine Messe in der „Madeleine“ besucht. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch mit Marguerite im berühmten Schloss zu Versailles.

Es ist unglaublich, wie viel wir erlebt haben und welchen Spaß der Austausch gemacht hat. Alle diese Erlebnisse, Eindrücke und Erfahrungen sind mir sehr ans Herz gewachsen. Der Abschied war schwer für alle. Viele sind Freunde fürs Leben geworden.
In den Herbstferien habe ich Marguerite für einen Tag in Paris besucht. Ich wurde von der Familie wieder super freundlich aufgenommen. Es ist toll, wie eine Freundschaft über solch eine weite Distanz bestehen bleiben kann.
Ganz liebe Grüße an unsere Austauschpartner in Paris!

Daniela Machnik, Jahrgang 9, Dezember 2011

Erfahrungsbericht zum Austauschjahr 2009/2010

Nelson Niemeyer
Texas, USA
10 Monate

Ich habe mein Austauschjahr in Aubrey, Texas verbracht. Es war eins meiner schönsten Jahre voller unvergesslicher Erfahrungen. Schnell habe ich mich in meinem Freundeskreis und meiner Gastfamilie eingelebt und das süße Leben eines amerikanischen High School Schülers im Vollen genossen. Außerdem liebte ich die amerikanische Küche und die „Texas size“ Portionen. Mit meinen amerikanischen Freunden stehe ich noch immer in regem Kontakt.

Organisation:
Ich war Teilnehmer an dem Parlamentarischen Patenschafts-Programm (kurz PPP). Dieses wurde 1983 von dem amerikanischen Kongress und dem deutschen Bundestag ins Leben gerufen und lässt jährlich ca. 350 junge Leute ein Jahr im jeweils anderen Land verbringen. Meine Organisation hieß GIVE und arbeitete mit der amerikanischen Organisation ASSE zusammen. Ich habe sehr positive Erfahrungen mit diesen Organisationen gemacht und kann sie alle wärmstens weiterempfehlen.

Linktext hier

Gastfamilienwechsel:
Meine erste Gastfamilie und ich haben sehr schlecht zueinander gepasst. Schon nach weniger als vier Wochen teilte ich meinem Area Representative (kurz Area Rep, die örtliche Mitarbeiterin der Organisation, die für meine Probleme zuständig war) mit, dass ich gerne in eine andere Gastfamilie umziehen würde. Statistisch gesehen ist dies keine Seltenheit und wir waren von GIVE ausgiebig über diese Möglichkeit informiert worden.
Trotzdem traf es mich mit Überraschung; stets war ich davon ausgegangen, ich würde mit jeder Art von Familie gut zurechtkommen. Obwohl ich heute weiß, dass niemand Schuld an einem solchen Familienwechsel haben muss, machte ich es mir damals zum Vorwurf „besonders schwierig“ zu sein. Zudem überkam mich in dieser Zeit Heimweh. Gelöst wurde die Situation durch die höchst kompetente Arbeit meines Area Reps, die mir half alle Angelegenheiten mir der alten Gastfamilie so schmerzlos wie möglich zu lösen, ohne dass es zu einem großen Streit kam. Sie war es auch, die mir innerhalb weniger Tage eine neue Familie besorgte.

Gastfamilie
In dieser neuen Familie sollte ich eigentlich nur so lange wohnen, bis ich eine andere aus meinem Freundeskreis an der High School gefunden hatte. Sie bestand aus einer alleinerziehenden Mutter, Shelly, mit zwei Söhnen, Trevor (13)und Ridge (15). Shelly befand sich noch im Scheidungsprozess, als ich zu ihnen kam. In meinen Augen war sie eine typische Amerikanerin. Denn obwohl sie eine vielbeschäftigte Frau war und durch die Scheidung viele eigene Probleme hatte, war sie dennoch bereit mich aufzunehmen. Letzten Endes hätte ich kaum eine bessere Familie finden können. Mit ihnen verstand ich mich total klasse; wir passten so gut zusammen, dass schon nach einem Wochenende klar war, dass ich den Rest meines Austauschjahres bei ihnen verbringen würde. Zusammen haben wir viel unternommen. Besonders stark in Erinnerung bleiben mir unsere Ausflüge nach Dallas und nach Houston, die Footballspiele meiner Gastbrüder und unser gemeinsames Thanksgiving und Weihnachten. Aber auch Kleinigkeiten, wie das Abendessen im Lieblings Fastfood Restaurant, Baseball Spielen mit der ganzen Familie und die „erste Schneeballschlacht in Texas“ haben mir viel Spaß gemacht.

Ryan High:
Meine High School war riesig. Es gab fast jeden nur vorstellbaren Kurs und unzählige Freizeitangebote. Ich selbst war im Cross Country und im Chor, sowie im K-Klub engagiert. Ein wenig enttäuschend war, dass mir nur sehr wenige Sportarten zur Auswahl standen. Denn obwohl es unzählige Angebote gab, kamen für mich laut Schulregelwerk nur die der Junior (elften) Klasse in Frage. Alle Austauschschüler wurden in die elfte Klasse gepackt, was akademisch auch meistens gut passte. Da ich aber ungefähr zwei Jahre jünger war als die meisten meiner Stufenkameraden, hat mich der Footballcoach zum Beispiel nicht aufgenommen.
Zum Glück hatten aber die Chöre der Schulregion ihre eigene Footballliga. So kam ich oft zum (im Vergleich zu den richtigen Teams zwanglosen) Spielen mit meinen Freunden.
Und obwohl mir das Laufen im Cross Country zwar zum Teil etwas monoton war, hätte ich es von den Leuten im Team her nicht besser erwischen können. Hier fand ich die meisten meiner Freunde und der Coach hat mich sogar mit zu seinem eigenen Familienfest mitgenommen, um ein klassisches, texanisches Thanksgiving erleben zu können. Außerdem nahmen wir stets neue Routen, sodass ich viel von Texas‘ wunderschöner Natur mitbekam.

Insgesamt betrachtet kam mir der Unterricht sehr viel lockerer als in Deutschland vor. Da es keine mündlichen Noten gab, kam kein verbissenes Konkurrenzdenken auf, wie es hier manchmal der Fall ist, sondern Schüler und Lehrer gingen völlig entspannt miteinander um. Auch der geringe Anteil an streng akademischen Fächern war mir neu. Es machte die Schule sehr viel spaßiger und abwechslungsreicher, als man es aus Deutschland gewohnt ist.
Natürlich hatte auch meine Schule einen starken „spirit“. Die wichtigen Footballspiele, zu denen wirklich alle kamen und die vorangegangenen Peprallys, bei denen alle 2000 Schüler in der Sporthalle versammelt Lärm machten, um das Team anfeuern, waren völlig neu für mich. Dieser starke Zusammenhalt der Schüler ist sehr typisch für die Vereinigten Staaten.
Auch die Chorausflüge zum Six Flags, einem Freizeitpark ganz in der Nähe, die vielen sogenannten Bankette, die von den verschiedenen Aktivitäten ausgerichtet wurden, sowie Homecoming und Prom waren unvergessliche Erlebnisse.

Spring Break:
Zu Weihnachten hatte ich einen Trip nach Orlando von meinen Eltern geschenkt bekommen. Diese Reise wurde von ASSE angeboten und war total klasse. Von „Disney World“ über „Islands of Adventure“ und „Sea World“ bis „Orlando Studios“ war jeder Freizeitpark dabei. Höher, schneller, weiter. Das war das Amerika, das man aus Filmen kennt.

Die Ranch:
Hervorragende Erfahrungen habe ich außerdem mit einem gemeinnützigen Job gemacht. Ich arbeitete auf einer Ranch, die therapeutisches Reiten für autistische Kinder anbot. Es war unglaublich interessant und verlieh meinem Aufenthalt etwas sehr Texanisches. Neben den Bauarbeiten, die zu meinen Aufgaben gehörten, war ich auch daran beteiligt den Kindern beim Reiten zu helfen. Dort war ich meist samstagvormittags und manchmal auch sonntags.

Freizeit:
Nach der Schule ging ich oft zum Tae Kwon Do. Das war eine zusätzliche neue Erfahrung, denn ich hatte nie zuvor Kampfsport gemacht. Es gab jeden Tag Klassen und ich konnte mir aussuchen, welche ich besuchen wollte. Das war mir wichtig, denn das gab mir genug Freiraum mich viel mit meinen Freunden zu treffen. Dabei sind wir oft in die Stadt zu kleinen Festivals gegangen, waren bowlen oder Laser Tag spielen, einmal sogar Paintball oder haben uns wegen der ständigen Hitze einfach an einem Pool getroffen.

Es war ein tolles Jahr, das mich dazu motiviert hat später auch in den USA studieren zu wollen. Ich freue mich schon sehr darauf meine amerikanischen Freunde wiederzusehen. Und selbst wenn mein Deutsch mittlerweile natürlich wieder fließend ist und mein Englisch dafür nicht mehr so ganz, kann ich hier doch immer noch damit beeindrucken den ganzen Ribs-Teller zu essen. Ein bisschen Texaner bin ich nämlich immer noch. Texas, the Lone Star State.